| Tiefe lamelläre Keratoplastik (TLKP) |
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Bei dieser Operation wird ähnlich der Perforierenden Keratoplastik (PKP) eine Hornhautscheibe von 7-8 mm durch Spendergewebe ersetzt.Anders als bei der PKP, werden beim Patienten aber nur die oberen 85% seiner Hornhaut entnommen, die dann durch eine Spenderscheibe von gleichem Durchmesser ersetzt wird. Es bleiben des Patienten eigene untere elastische Schicht -die Descemet'sche Membran- und die unterste Schicht der Hornhaut, das Endothel.
Die innerste Hautschicht, das Endothel, das die entscheidende Rolle in der Nährstoffversorgung der Hornhaut spielt, bleibt erhalten. Sollte sich herausstellen, daß das Gewebe auch in den hinteren Lagen geschädigt ist, kann während der OP die Technik geändert und eine ![]() perforierende Keratoplastik durchgeführt werden. Es wird nach Freilegung der Descemt'schen Membran beim Patientenauge die Endothelinnenschicht des Spenderauges entfernt, sodaß der Patient dann die gesamte Spenderhornhaut mit Ausnahme des Endothels übertragen bekommt. Unmittelbar nach der Operation wächst dann die äußereste Schicht der Patientenhornhaut über das Spendergewebe. Dies geschieht innerhalb einiger Tage. Der Patient hat dann die äußere und innere Schicht bestehen dann aus Patientengewebe.
Der große Vorteil dieser Methode ist, daß das Auge nicht eröffnet wird und nur das geschädigte oder erkrankte Gewebe entfernt wird. Dieses Vorgehen senkt die Gefahr von möglichen Komplikationen beträchtlich. Insbesondere kann die TLKP als eine definitive Heilung der Hornhauterkrankung angesehen werden, da nicht zu befürchten ist, daß weitere Transplantate erforderlich werden oder das übertragene Transplantat abgestoßen wird. Bei der PKP kann nur mit einer Lebensdauer des Transplantats von 10 bis maximal 15 Jahren gerechnet werden, da die Innenschicht langsam zerstört wird und das Transplantat sich dann eintrübt. Auch Abstoßungsreaktionen kommen bei der PKP in mindestens 6%, bei der TLKP aber
nur in 1% vor, sodaß immer dann, wenn die Innenschicht beim Patienten erhalten ist, eine TLKP durchgeführt werden sollte. Eine genaue Analyse dieser Daten kann in der Veröffentlichung Klin Monatsbl Augenheilkd 2008; 225: 637–648 nachgelesen werden. Die Durchführung der TLKP ist die schwierigste Operation im vorderen Augenabschnitt. Wir haben die Methodik durch die Einführung der Wasserkissentechnik sicherer gemacht, sie gelingt in fast 95% aller Fälle. Zu diesem Zweck kommen das von uns entwickelte Geführte Trepansystem(GTS) zur Anwendung mit dem der Schnitt mit einer Genauigkeit 2/100mm bis knapp über die untersten Schichten gelegt werden.
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